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Es war einmal…

An der Grundschule Fahrnau wurde am Dienstag mit Claudia Ströble die “Wunschkandidatin” zur neuen Rektorin ernannt.

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Sie sei die heimliche Wunschkandidatin gewesen und ihre Ernennung käme einem Glücksgriff gleich. Mit diesen und ähnlich herzlichen Willkommensbekundungen wurde Claudia Ströble, die neue Rektorin der Grundschule Fahrnau, am Dienstagnachmittag offiziell in ihr Amt eingeführt.

Die zahlreichen Ehrengäste durften eine kurzweilige Feierstunde in lockerer Atmosphäre miterleben. So brachte Ulrike Jörg, die nach eigener Aussage “dienstälteste” Lehrerin der Grundschule Fahrnau, mit jugendlichem Schwung die großen Stärken und kleinen “Schwächen” der neuen Rektorin heiter auf den Punkt. Claudia Ströble sei immer eine tolle und kompetente Kollegin in einem netten Kollegium gewesen und man wisse, dass das auch nach der Beförderung so bleiben werde, meinte Ulrike Jörg augenzwinkernd.

Nach der musikalischen Geigenspieleinlage der beiden Grundschüler Hannah Bergauer und Clemens Girod wurde es hochoffiziell und feierlich. So hatte das Kollegium zur Amtseinführung der Rektorin eine exklusive Amtskette anfertigen lassen, die Claudia Ströble als Zeichen ihrer Würde gleich anlegen musste.

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Dass die exklusive Amtskette nur aus Leichtkarton geschmiedet ist, solle deren Wert nicht mindern. Schließlich stünde jedes Kettenglied für einen frommen Wunsch, erklärte Ulrike Jörg. Aber weil auch die kleine Schwäche der neuen Rektorin für Halsschmuck jeglicher Art nicht verborgen geblieben ist, schenkte man ihr zudem noch eine echte Halskette und den dazu passenden Seidenschal. Den beruflichen Werdegang von Claudia Ströble zeigte die für den Schulamtsbezirk Lörrach zuständige Schulrätin Regina Höfler auf. Sie sei überzeugt, dass man mit der Ernennung von Claudia Ströble die richtige Entscheidung getroffen habe. Schließlich habe die neue Rektorin auch während der Vakanz schon in einem Dreierteam Leitungsaufgaben übernommen und dabei Kompetenz bewiesen.
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Es gäbe derzeit an den Schulen Veränderungen, die neue Lernchancen eröffnen. Es sei eine schöne und verantwortungsvolle Aufgabe, Kinder zu begleiten, sie zu stärken und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie wünsche ihr viel Kraft und Ausdauer, sowie die richtige Balance zwischen Lehramt und Privatleben, so die Schulrätin. Für die Stadt Schopfheim als Schulträger wünschte Fachbereichsleiter Jürgen Sänger der neuen Rektorin bei der Ausübung ihres Amtes und beim Zusammenwachsen mit der Gersbacher Schule eine glückliche Hand. Weil dauerhafter Erfolg nur im Team möglich sei, könne Claudia Ströble, die insgeheim seine Wunschkandidatin gewesen sei, diese wichtigen Aufgaben zusammen mit ihrem Team auch bewältigen, so Jürgen Sänger. Namens aller Schulleiter aus dem Schulbezirk überbrachte Claudia Brenzinger, die Rektorin der Friedrich-Ebert-Schule, die herzlichsten Glückwünsche. Dann aber wurde von Ulrike Jörg auch Pfarrer Andreas Ströble, “Claudias lieber Herr Gemahl”, ans Rednerpult gebeten. Er philosophierte humorig darüber, ob es denn nun für Fahrnau zu viel Ströble oder für Ströble zu viel Fahrnau gäbe. Weil seine Ehefrau oft als Frau Pfarrer tituliert worden sei, könne er nur hoffen, nicht als “Herr Rektorin” angesprochen zu werden.

Seiner Frau Claudia wünschte der Pfarrer ein offenes    Ohr für Kinder und Eltern, viel Fingerspitzengefühl, den richtigen Ton, etwas Gelassenheit und natürlich Gottes Segen. Ein Überlebenspaket mit etlichen Leckereien für viele Amtsjahre gab es von den Elternbeiratsvorsitzenden. Selbstverständlich reihte sich auch Claudia Ströbles Amtsvorgänger Reinhold Fetscher als kabarettistischer Unruheständler mit einem Feuerwerk humoristischer Ratschläge in die Schar der Gratulanten ein. Sein treffendes Fazit lautete: “Grundschulfreuden ungetrübt – ein Glück, dass es Frau Ströble gibt!” Es sei schwer, nach dem Humoristen bei ihrer anschließenden Rede die seriöse Kurve zu kriegen, erklärte dann Claudia Ströble lachend. Sie meisterte das aber perfekt. So wolle sie in ihrer künftigen Arbeit statt Visionen und großer Ziele erst in kleinen Schritten vorangehen, sagte sie. Das Wir-Gefühl stehe für sie ganz oben an. Sie werde die Verantwortung mit Freude übernehmen und bitte das Kollegium und die Eltern um Unterstützung. Den musikalischen Schlussakkord bei dieser Feierstunde setzten dann die beiden Schülerinnen Eva Girod und Isabell Stutz.

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Quelle: Badische Zeitung, (http://www.badische-zeitung.de/schopfheim/ein-glueck-dass-es-frau-stroeble-gibt–92510920.html)

Bilder: Kathrin Zähringer

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