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Es war einmal…

Wiesentäler Wasserlauf am 29.04.2017

 

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Auch in diesem Jahr nahmen Schüler und Schülerinnen der Grundschule Fahrnau mit ihrer Rektorin Claudia Ströble mit viel Freude und großem Erfolg am Wiesentäler Wasserlauf teil.

Unterstützt von zahlreichen sportlichen Eltern, liefen einige Kinder (auf der Teiletappe Zell – Schopfheim) ab Hausen, die anderen ab der Wiesenbrücke. Erfreulich war auch die hohe Beteiligung:  42 Kinder und 21 Erwachsene waren beim 4. Wasserlauf mit dabei. Die Schule beteiligt sich und unterstützt dieses Projekt schon von Beginn an.

Unterstützt wird je gelaufenen Kilometer mit 1€ ein Brunnenprojekt in Kamerun. Weitere Infos dazu und mehr Bilder gibt es auf der Homepage von teamworx4.

17.3.17

Die Grundschule in Schopfheim-Fahrnau ist eine Modellschule

Als “Referenzschule für Medienbildung” wird an der Grundschule Schopfheim-Fahrnau erforscht, wie die jüngsten Schüler mit digitalen Medien lernen können. Die haben Spaß dabei.

  1. Die Kinder der Grundschule Fahrnau sind digitale Vorreiter. Foto: Picasa

Die digitalen Nachwuchspioniere des Landkreises drücken offiziell im Schopfheimer Ortsteil Fahrnau die Schulbank: Seit diesem Schuljahr ist die Grundschule mit ihren etwa 200 Schülern, einem guten Dutzend Lehrern und 16 Rechnern ausgewählte “Referenzschule für Medienbildung in der Grundschule”. Im Unterricht werden Erfahrungen gesammelt, wie digitale Medien in der Grundschule funktionieren können.

Ein spezielles Fach à la “Computer-Kunde” gibt es in der Fahrnauer Grundschule nicht. Auftrag und Ansatz ist es viel mehr, die digitalen Medien in allen Fächern in den Unterricht zu integrieren, erklärt Selina Heinkelein als Systembeauftragte der Schule. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass die Steppkes während der Schulzeit nur noch auf den Bildschirm starren: Selbstredend lernen auch die Referenzschüler erst einmal mit dem Füller zu schreiben, sie blättern in analogen Büchern, malen von Hand und rechnen im Kopf.

Im frisch eingerichteten Computerraum mit seinen 16 vernetzten Rechnern, mit Beamer und Internetzugang sind sie – je nach Klasse, je nach Thema – ein- bis dreimal die Woche. Ist der technische Umbau komplett, sollen in jedem Klassenraum zusätzlich zwei vernetzte Rechner stehen.

Vor allem als Unterhaltungsmedium bekannt

“Grundsätzlich geht es darum, dass die Kinder den Computer als Arbeitsgerät kennenlernen”, erklärt Heinkelein. Kaum einer der ABC-Schützen ist heutzutage noch kompletter Mediennovize. Oft aber kommen Smartphone, Tablet oder Computer im Leben der Kids vor allem als Unterhaltungsmedien vor, auf denen Musik, Videos oder Spiele laufen, mit denen man filmt und fotografiert.

In der Schule ist der Computer zum Verfassen und Gestalten von Texten da, zum Recherchieren und Präsentieren von Informationen, zum Lernen und Üben. Wo genau das sinnvoll ist, testet die Grundschule gerade aus.

Dabei fordert das Referenzschul-Dasein mit seinem Pionierstatus vom Lehrerkollegium einiges an Zusatzeinsatz: Die möglichen Anwendungsgebiete müssen erst einmal überlegt, erarbeitet, erprobt werden. Jede Woche treffen sich die Lehrer daher unter Ägide von Michael Steiger als medienpädagogischem Berater des Landesmedienzentrums, um den digitalen Lehrplan zu entwickeln: Der Stoffverteilungsplan der einzelnen Klassen wird darauf hin abgeklopft, “wo es sich anbietet, Medienkompetenz einzubauen”, erklärt Heinkelein.

Es braucht ein paar Versuche

Die Zweitklässler etwa benutzen in Deutsch gerade zum ersten Mal ein Schreibprogramm. Erster Auftrag: Den eignen Namen schreiben und sich nach und nach an die Feinheiten heranarbeiten, die aus dem “emiliaemiliaemilix” des erstens Versuchs drei korrekte “Emilia” im fünften machen.

Einige wissen natürlich schon gut Bescheid, doch spätestens, als es ans Ausprobieren der Schriftarten geht, bricht sich die Begeisterung im Gekicher quer über die Bildschirme hinweg Bahn. Dass die Arbeit mit dem PC unkommunikativ ist, kann man wirklich nicht sagen. Eine Klassenstufe höher hat die analoge Handpuppe Quiesel – treue Leselern-Begleiterin aller Grundschüler – ein digitales Leben entwickelt und steht nun im regen E-Mail-Verkehr mit ihren Brieffreunden aus der Dritten; die Viertklässler haben im Musikunterricht einen Computer-Rap kreiert und als Video aufgezeichnet – eine spezielle Art der Präsentation, die in jener Stufe als Zielkompetenz im Plan steht.

Katze, klassisch gemalt

Auch im Sachunterricht gibt es Anwendungsmöglichkeiten. Das Thema Katze jedoch bearbeiteten die Schüler nach allen Regeln der Digitalkunst: In der kindgerechten Suchmaschine “Blinde Kuh” recherchierten sie Informationen, Katzenbilder wurden ausgedruckt und mit dem Zeichenprogramm gemalt. Und dann noch mal, klassisch von Hand.

Dass das dann doch irgendwie einfacher ging und schöner wurde, war auch eine wichtige Erfahrung, schmunzelt Selina Heinkelein.

Überhaupt gehört natürlich auch der kritische Umgang mit den Medien und ihren Missbrauchsmöglichkeiten elementar dazu, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht; in den Klassen drei und vier werden Themen wie die Privatheit in sozialen Netzwerken oder die schwierige Unterscheidung zwischen wahr und falsch bei Netzinformationen explizit behandelt.

Die Schüler selbst sind vom neuen Angebot ihrer Schule begeistert: Das Lernen, Üben, Ausprobieren am PC hat oft etwas Spielerisches, erklärt Heinkelein, “das macht den Kids natürlich Spaß”.

http://www.badische-zeitung.de/schopfheim/die-grundschule-in-schopfheim-fahrnau-ist-eine-modellschule–134649740.html (6.5.17)

 

 

 

21.3.2017

Grundschule Fahrnau spielt eine Vorreiterrolle

Informationsabend für die Eltern, was es bedeutet, Medienreferenzschule zu sein / Kritischer Umgang mit Medien will gelernt sein.

  1. Den sinnvollen Umgang mit Computer und Co. sollen Schüler der Grundschule Fahrnau lernen. Foto: Symbolfoto: Jens Wolf (dpa)

SCHOPFHEIM (vfot). Einblicke in die pädagogische Arbeit als Medienreferenzschule gab die Grundschule Fahrnau bei einem Informationsabend. Neben den Eltern, Kollegen und Fachbereichsleiter Jürgen Sänger als Vertreter der Stadt Schopfheim begrüßte Rektorin Claudia Ströble nach einem fetzigen Computer-Rap der 4. Klasse von der neuen Kollegin Jennifer Fetscher auch den Medienbeauftragten Michael Steiger. Als medienpädagogischer Berater des Landesmedienzentrums eröffnete er den Abend mit einer Präsentation. Sein Credo, wonach sich die Schulentwicklung an der gesellschaftlichen Entwicklung zu orientieren habe, verdeutlichte er eingangs bildlich mit einem in die Jahre gekommenen spartanisch eingerichteten und einem mit bester High-Tech ausgestatteten OP-Saal. Darauf folgten Impressionen von Klassenzimmern, die sich im Laufe der Zeit oft kaum verändert haben. Wie kann also Schule den Anforderungen der Mediengesellschaft begegnen?, lautete die Frage.

Der Bildungsplan verdeutliche, dass neben Leitperspektiven wie Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt auch die Medienbildung in alle Fächer wirken solle. Bei der konkreten Umsetzung sollen die Schulen im Austausch bleiben und an dieser Stelle komme die Funktion der Grundschule Fahrnau zum Tragen, die sich als Medienreferenzschule öffnet, neue Wege erprobt und die hieraus gewonnenen Erfahrungen weitergibt. Eine Aufgabe, die nur mit einem teamfähigen und engagierten Kollegium zu realisieren sei, wie Jürgen Sänger als Vertreter der Stadt hervorhob. Aus diesem Grund unterstütze die Stadt Schopfheim gerne das Vorhaben der Grundschule und sei stolz, dass sich das Kollegium mit einer gelungenen Präsentation gegen Mitbewerber durchsetzen konnte, um diese Vorreiterrolle nun innezuhaben.

Wie vielfältig die Arbeit am und mit dem Computer sein kann, zeigten die Präsentationen des Kollegiums. Als Basis für den Umgang mit Medien stellte Nicole Jäger die erarbeitete Präambel vor, die den sinnvollen Einsatz sowie den kritischen Umgang mit Medien hervorhob. Konrektorin Kerstin Jiricek gab Einblicke in die Vorbereitungsphasen des Kollegiums. Wie dies in Einklang mit dem Bildungsplan gebracht werden kann und wie die konkreten Inhalte aussehen könnten, zeigte das umfassende Paint-Projekt zum Thema “Katzen” in den 2. Klassen. Gemeinsam mit der Medienbeauftragten des Kollegiums, Selina Heinkelein, wurde deutlich, dass nicht nur die Arbeit mit Medien, sondern insbesondere die Reflexion hierüber gefördert werden solle. Ein Aspekt, der auch bei Rektorin Claudia Ströble deutlich wurde, die mit einer 1. Klasse im Bereich der Textverarbeitung arbeitet. Neben dem Fach Deutsch, mit dem sich auch die Kollegin Winnie Martensen im Rahmen eines Schreibprojektes mit der 3. Klasse befasst, gebe es Möglichkeiten, mit Hilfe eines Lernprogramms zum Beispiel in Mathematik individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Die Darbietungen des Kollegiums wurden mit einer Fragerunde sowie einem Rundgang im Computerraum beschlossen. Deutlich wurde hierbei, dass die Medienkompetenz gerade im Zuge des schnelllebigen digitalen Zeitalters in der pädagogischen Diskussion einen immer höheren Stellenwert einnimmt, was manche Eltern auch mit Sorge erfüllt. Fakt sei, dass Schule die Aufgabe habe, die Schüler auf das Leben vorzubereiten. Kulturtechniken wie das Lesen, Schreiben oder Rechnen werden nicht durch die Medien ersetzt, sondern die Medien sollen als sinnvolle Ergänzung dienen. Schließlich stellen auch der kritische Umgang mit Medien und die Erkennung von Chancen wie auch Gefahren einen zentralen Aspekt in der Medienbildung dar.

Deshalb bietet die Grundschule Fahrnau denn auch einen Informationsabend zur Mediensicherheit in Kooperation mit der Polizei und der Villa Schöpflin an.

Informationsabend zur Mediensicherheit: Montag, 3. April, um 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule Fahrnau.
http://www.badische-zeitung.de/schopfheim/grundschule-fahrnau-spielt-eine-vorreiterrolle–134748129.html (6.5.17)